LINING´s HANOMAG Seiten

Annette und Jürgen voller Vorfreude auf das neue alte Auto

Zur Geschichte!!!

 Fahrzeugfabrik Eisenach

Am 3. Dezember 1896 gründete der Industrielle Heinrich Ehrhardt die Fahrzeugfabrik Eisenach (FFE) als AG. Nachdem anfänglich Geschütze und Fahrräder der Marke Wartburg hergestellt wurden, erfolgte schon 1898 die Produktion des ersten Motorwagens "Wartburg". Damit war die FFE nach den Firmen "Daimler-Motoren-Gesellschaft" und "Bemz & Cie" das dritte Unternehmen in Deutschland mit einer Automobilproduktion.

1903 zogen sich die Ehrhardts nach finanziellen Verlusten und Meinungsverschiedenheiten mit den Hauptaktionären aus dem Unternehmen zurück. Daraufhin mussten die Motorenwagen unter der Marke "Dixi" (ich habe gesprochen) vermarktet werden.

Im November 1928 erwarb die Bayrische Motoren Werke AG, die damit in die Automobilproduktion einstieg die FFE für eine Million Reichsmark.

1933 wandte man sich bei BMW von der wenig rentablen Kleinwagenproduktion ab und begann die Entwicklung und Produktion neuer Automobiltypen mit 6-Zylinder Motoren zwischen 1,2 und 3,5 Litern Hubraum, ---- so auch ab 1937 den Typ 327.

Der 4,50 m lange BMW 327 ist seiner Zeit nicht nur technisch sondern auch im Design weit voraus. So bilden Kotflügel und Motorhaube eine ineinander übergehende Einheit mit integrierten statt freistehenden Scheinwerfern. Das außen auf dem Kofferraumdeckel angebrachte Reserverad ist voll verkleidet.

So exklusiv wie seine Kundschaft ist allerdings auch der Preis und damit die Auflage  des 327 Kabriolett. 7500 Reichsmark kostete die Grundausstattung des offenen 327 und wurde 1124 mal verkauft.

Baujahr:                            1937 ( bis 1941 gefertigt)

Zylinder:                            6 R

Hubraum:                         1971 ccm

Leistung:                            55 PS

Höchstgeschwindigkeit:     125 km/h

Nach 10 jährigem Suchen konnten wir ein Fahrzeug des Typs 327 aus einer Konkursmasse erwerben. Das Auto unfachmännisch zerlegt worden und war als Schrott zu bezeichnen.

Der Zustand beim Kauf.  
 Das Verdeck ist nur für den Transport in das Fahrzeug gelegt. 

Der Zustand der Schweller

vor ......

 
... und nach der Bearbeitung  


  Das Heck durch Undichtigkeit der ....
 .... Reserverad-mulde von innen durch Rost zerstört.
 Wiederaufbau der Heckpartie.
 Ein Blick hinter die Armaturentafel und die rechte Tür.

Spaltmaß und Winkertasche in der Produktion  
 Die zerfledderte Karosserie 
 Ein Vorergebnis der Hecksituation 
Onkel Armin, der begnadete Holzkünstler beim Einpassen der unteren Dachbefestigung  

 
 Die Armaturentafel vor .....
 
... und nach der Restauration 
 
Zentralschmieranlage und Bremsleitungen im Rohbau 
 

Die Sitze vor der Aufarbeitung 

 

Die Polsterarbeiten und das Cabriodach wurden in hervorragender Weise von der Firma "Hagen Kruse in Uder" gefertigt 

 
Der Motor auf einem provisorischem Gestell beim Probelauf 

 Hier ist die Dachlinie bei geschlossenem Cabriodach wunderschön zu erkennen 
und hier im offenem ... 
... Zustand  
Der Gesamteindruck  
 Ein Bild zur Rückbesinnung 

 

 Das ist Bernd

... ich gebe mir die größte Mühe, einen Vortrag über die Restaurierung meines BMW 327 in fesselnder und spannender Form zu halten und er, er lauscht voller innerer Einkehr und Konzentration hoch aufmerksam meinen Worten. 

(neee, ich glaube vielmehr, der ist bei deinem spannendem Vortrag eingepennt)



Nachwort

Die Aufarbeitung des BMW hat ca. drei Jahre gedauert. Durch die unfachmännische Zerlegung beim Vorbesitzer fehlten viele Teile, oder waren irreparabel. Es folgte eine Teilesuche auf verschiedenen Oldtimermärkten. Die Stoßstangen sind in Hamburg nachgefertigt worden. Alle Glasscheiben wurden gegen Sicherheitsglas ausgetauscht. Dichtungen waren für diesen Typ im Handel erhältlich. Der Motor ist sehr gut gelaufen, jedoch hatte er einen sehr hohen Ölverbrauch. Deshalb wurde der Motor im Sommer 2006 in Nordhausen bei der Fa. Schröter gänzlich überholt. der Erfolg war riesig. Öldruck und Ölverbrauch völlig im grünen Bereich.



So haben wir in den letzten Jahren sehr schöne Ausflüge und Ausfahrten unternommen. z.B. Pässefahrten in der Schweiz und Italien. Eine Rundfahrt durch die Slowakei und Ungarn, sowie mehrere ADAC-Classic-Treffen.

Blackbeauy!!!!!!!!!

Ein BMW (nicht EMW), ein Roadster der 30-ger Jahre, ein Jugendtraum von unserm Boss Jürgen! 

Ein- bis zweimal im Jahr, das gönnen sie sich, nimmt Jürgen mit seiner Gattin Annette (s.o.) an Oldtimer-Rallyes teil. Annette ist dann der Fahrer und Jürgen ist der Mechaniker der alle Geräusche sofort analysiert und bewertet.

Ein kleiner Ölvorrat wird stets mitgeführt, der den ohnehin dürftigen Gepäckraum noch weiter einschränkt. Aber im laufe der Jahre haben beide gelernt, sich auf das wesentliche zu beschränken.

Der Wagen ist eine "Augenweide", das Schwarz mit dem Chrom sieht einfach edel aus. Damit es so bleibt wird der Wagen auch nur mit endmineralisiertem Wasser gewaschen. Der Motor hatte in der Vergangenheit schon mal Sorgen gemacht und wurde im letzten Jahr Generalüberholt.

Jürgen und Annette, gestattet mir an dieser Stelle ein paar ganz persönliches Worte:

Das habt Ihr Euch verdient!

Ich wünsche Euch mit diesem Auto noch viel, viel Freude und allzeit gute Fahrt.